am 12.05.2009

Personensuchmaschinen à la Yasni, 123people & Co sind gern genutzte Suchmaschinen um Personen wiederzufinden die man schon länger aus den Augen verloren hat. Manches Mal kommt es auch vor, dass solche Personensuchmaschinen dazu verwendet werden, um mehr über eine Person herauszufinden. Die beim Fortgehen kennengelernte Person, der neue Kollege oder einfach nur über den Nachbar.

Manche werden sich wohl auch schon die Frage gestellt haben, ob man denn das darf, denn vielleicht finden andere Personen auch interesssante Daten über einen selbst, was man vielleicht gar nicht möchte. Die ARGE Daten hat sich Gedanken darüber gemacht und einen interesssanten Beitrag zum Thema Personensuchmaschinen und ob über Personen ohne deren Zustimmung berichtet werden darf, verfasst.

Das Ergebnis ist ein Vorschlag einer Unterlassungsaufforderung, falls jemand der Meinung sein sollte, dass durch das Ergebnis der Personensuche seine Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt wären. Diese könnte laut ARGE Daten wie folgt aussehen:

„Ich habe festgestellt, dass Sie meinen Namen ….. dazu verwenden, auf ihrer Webseite zu meiner Person zutreffende und nicht zutreffende Informationen zusammen zu stellen. Diese Zusammenstellung teilweise richtiger, teilweise fehlerhafter Informationen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ich sehe meine Persönlichkeitsrechte und meine Kreditwürdigkeit dadurch beeinträchtigt. Sie werden daher aufgefordert, ab sofort keine derarigen Zusammenstellungen mehr durchzuführen, zu verbreiten, zu veröffentlichen und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben.“

Was auf jeden Fall nicht passieren darf ist (und gilt für ALLE Lebensbereiche, nicht nur für die Personensuche):

  • Keine Berichterstattung über Privates und Vertrauliches
  • Keine beleidigende, verletzende oder kreditschädigende Berichterstattung
  • Keine wahrheitswidrige Berichterstattung
  • Besonderer Bildnisschutz
  • Löschungsrecht bei Datenverarbeitungen

Link-Update 11.5.2009:
Den ganzen interessanten und lesenswerten Artikel findet sich auf der Website der ARGE Daten unter http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=59792tvi



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Kategorie: Allgemein


14 Kommentare bei “Personensuche: Dürfen Yasni, 123people & Co das überhaupt?”
  1. am 12 Mai 2009 um 21:12Hans-Peter

    beschäftige mich auch jetzt seit einer gewissen zeit mit diesem thema und muss sagen, dass wir hier uns – trotzdem – noch immer in einen sehr großen graubereich befinden in österreich, finde diesen weg aber ganz gut.

    hatten jetzt in summe bereits 4 anwaltstermine vor dem projektlaunch wo es um genau solche themen ging.

    danke für den link, werd ich mir gleich ganz reinziehn! ;)

  2. am 12 Mai 2009 um 21:13Hans-Peter

    ich erhalte das, wenn ich auf den link gehe:
    „MISSING LINK
    SORRY. Ihre Anfrage führte auf eine Seite, die nicht mehr existiert.“

  3. am 12 Mai 2009 um 21:47Peter Pan

    @ hans-peter: same here! :( Gibt es den Artikel evtl. noch anderswo?

  4. am 12 Mai 2009 um 22:19admin

    danke für den Hinweis. Da gibts ein kleines Session-Problem, ist jetzt aber mit dem Linkupdate behoben (denk ich zumindest).
    Denke, dass der RA Johannes Öhlböck (Wien) hier ganz gut gerüstet ist, oder in Linz Christian Hadeyer – Spezialisten auf diesen Gebieten.

  5. am 12 Mai 2009 um 23:47Der Nasenmann™

    Super, danke! Würde mich über mögliche Ansprechpartner (RA?) in Deutschland freuen. Yasni und 123people gehen mir schon länger auf die Nüsse :-/

  6. am 12 Mai 2009 um 23:58admin

    ich hab mal im Abakus-Forum (http://www.abakus-internet-marketing.de/foren/viewtopic/t-72130.html#590483) nachgefragt – der übliche Verdächte aus dem hohen Norden ist wohl sicherlich eine Option, vermutlich gibts auch noch zahlreiche andere kompetente Personen in DE

  7. am 13 Mai 2009 um 12:14Schuldner-KO

    Es liegt immer in an der Sichtweise des Betrachters. Ich sehe diese Dienste als durchweg positiv, komme ich als Gläubiger doch so sehr viel leichter, und vor allem kostenneutraler, an Personen Informationen, als über die behördlichen Wege.

    Dank dieser Einrichtung fallen mir die Daten also fast in den Schoß :-)

    Schau sich doch mal einer an, wie unglaublich leichtsinnig die Menschen mit Ihren Daten umgehen. Sie melden sich mit realnamen bei XING, Twitter irgendwasVZ und dergleichen an und wundern sich dann, wenn ein Suchdienst wie die hier beschriebenen plötzlich mit deren persölichen Daten gefüttert werden. Zum krönenden Abschluß, schreien Sie dann am lautesten nach Datenschutz, Gezeter und Mordio.
    Schlußendlich sollte jeder wissen was passiert, wenn seine persönlichen Daten und Lebensläufe in das Internet eingestellt werden. Das Internet vergisst nichts!

  8. am 13 Mai 2009 um 13:00SantaCruze

    Das mit diesen Personensuchmaschinen ist echt so ne Sache. Ich weiß bislang auch noch nicht , ob ich das ganze für Gut heißen soll oder eher hinderlich finde , wegen Privatsphäre etc.

    Bislang hat es mir selbst noch keinen Nachteil gebracht , wobei ich auch kaum gelistet bin unter meiner Privaten Adresse und ansonsten findet man ja auch schon einige Infos über die normale Google Anfrage.

  9. am 13 Mai 2009 um 13:12Bernhard Lehner

    Könnte mich bitte jemand über den News-Wert dieses Blogeintrages aufklären? Jeder User von http://www.123people.at hatte und hat die Möglichkeit, in einem Mail an unseren Support die Links anzuzeigen, die zu den Quellen mit von ihm oder ihr nicht erwünschten Informationen führen.

    Diese wurden und werden gerne von uns gesperrt und von einer Anzeige auf 123people ausgeschlossen. Allerdings können wir natürlich nicht die Daten auf den Originalquellen löschen, darum muss sich der User selbst kümmern. Wir verlinken ja lediglich auf Daten, die in der Echtzeitsuche gefunden werden.

    Im übrigen bin ich sehr froh, dass uns die ARGE bestätigt, dass uns der Gesetzgeber eine Zusammenstellung von Informationen nicht vorschreibt ;) …

    Also bitte bei Mails an unseren Support diesen Teil korrigieren, auch wenn dieser Textbaustein nicht zwingend verwendet werden muss, um Support von 123people zu bekommen. Übrigens: Direkte Kommunikation mit 123people hilft unseren kritischen Usern, die über keine Rechtsschutzversicherung verfügen, beim Sparen von Anwaltskosten. Ein Mail kostet nur fünf Minuten Zeit und hat den gleichen Effekt.

  10. am 14 Mai 2009 um 11:54Benjamin

    Danke für diesen hilfreichen Artikel. Mich stört es schon lange, dass in diesen Personensuchmaschinen ganz klar falsche Informationen über meine Personen stehen, weshalb ich diese auch vor einige Monaten kontaktiert habe, aber immer nur die Antwort bekam, dass ich mich mit den Leuten in Verbindung setzen muss, die die Informationen zur Verfügung stellen – Das sehe ich nicht so.

    Habe den Beispieltext einmal abgeschickt. Folgt keine Reaktion nehme ich mir einen Anwalt.

    Beste Grüße

  11. am 14 Mai 2009 um 19:53Lord Helmchen

    @ Schuldner-KO: Es ist ein großer Unterschied zwischen „einzelnen Daten auf verschiedenen homogenen Plattformen“ und „Daten, die aus verschiedenen Quellen bzw. Plattformen gewonnen und kummuliert werden“. Wer seine Gläuber erst über Personensuchmaschinen suchen bzw. finden muß, macht IHMO etwas falsch ;-)

  12. am 15 Jun 2009 um 20:32Arathorn

    Das glaube ich sofort, dass der Herr Bernhard Lehner als Marketing und PR Verantwortlicher über den „News-Wert“ aufgeklärt werden will.

    Personensuchmaschinen, und insbesondere diese, vertreten eine Verschleierungstaktik. Das immer wieder betonte Argument – die Suchmaschine ermöglicht dem User seine im Netz veröffentlichte Informationen zu überblicken – ist doch reine Augenauswischerei.
    Hier geht es ganz klar darum, verknüpft mit Reputation Defender, durch zielgruppenspezifsche Werbung Geld zu machen. Was ja ansich nicht verwerflich wäre.

    Was deren Argument völlig entkräftet ist allerdings die Tatsache, dass hier Daten doch gespeichert werden. Behauptet wird, dass Daten maximal 14 Tage im Zwischenspeicher verbleiben. Ich weiss aber von mehreren Fällen, dass personenbezogene Daten und Informationen bei 123people abgebildet wurden und das obwohl diese Daten/Informationen schon seit über einem Jahr nicht mehr auf der Orginalquelle existierten! Nachdem darauf hingewiesen wurde, sagte man, man werde die Daten „manuell“ löschen. Warum „manuell“ löschen wenn die Daten durch eine automatisierte Echtzeitsuche gefunden werden?

    Es wird hier auch gezielt mit der Unwissenheit der Menschen gespielt – „123people unterstützt Sie somit beim Schutz Ihrer Daten!“ Die erste Aufforderung zur Löschung der personenbezogenen Daten wird zuerst mal abgelehnt. (siehe Standardabsage – wurde schon von einigen Blogusern im Internet veröffentlicht)

    Ich empfehle HARTNÄCKIG zu bleiben, die im Blogartikel erwähnte Unterlassungsaufforderung zu verwenden und gegebenenfalls den Anwalt einzuschalten.

  13. am 16 Jun 2009 um 17:18Knut

    Ja mit dem Pr-Heini Bernhard Lehner hatte ich auch schon zu tun. Ich bin mir bis heute nicht sicher ob der PR-Wauwau bösartig lügt oder einfach einfältig ist.

    Leider vermute ich bei diesem Abzockverein das erstere.
    Dass der Bernhard Lehner darauf besteht mit dem Support freundlich in Kontakt zu treten, anstatt die Unterlassungsaufforderung zu verwenden oder sich an einen Anwlt zu wenden, ist doch klar. Die wissen ganz genau, dass 123people illegal handelt und vor Gericht niemals durchkommen würden…also nicht klein beigeben bei diesen Betrügern.!!!

  14. […] Punkt. Die Personensuche im Internet ist immerhin ein sensibler Bereich für viele Menschen. Dürfen dies das überhaupt? Diese Frage stellen sich einige Internetnutzer. Diese Art der Datensammlung mögen nicht alle […]